Geschichte 3

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Der Manila-Acapulco-Handel
Während aus Spaniens lateinamerikanischenen Kolonien immense Ströme von Edelmetallen in die Schatzkammern des Mutterlands flossen, galten die Philippinen als eine wenig einträgliche Kolonie, die lange Zeit sogar auf Subventionen angewiesen war. Große Bedeutung besaß die Inselwelt in erster Linie als handelsstrategisches Bindeglied zwischen dem spanischen Imperium und China. Manila, das Zentrum des spanischen Fernosthandels und nach der Vereinigung der Kronen Spaniens und Portugals Teil eines transglobalen Handelsnetzes, wurde zu einem einzigartigen Verbindungsplatz zu der abgeschlossenen Welt der späten Ming Dynastie. Die erste warenbeladene Galeone, die "San Pedro", das Flaggschiff der Legazpi-Expedition, überquerte bereits 1565 den Pazifik in Richtung Mexiko und leitete damit zweieinhalb Jahrhunderte äußerst profitablen Handels zwischen der östlichen und westlichen Hemisphäre ein. Alljährlich lief eine Flotte chinesischer Dschunken den Hafen von Cavite in der Bucht von Manila an, reichbeladen mit Porzellan, Seide, Elfenbein, Perlen, Edelsteinen und anderen Kostbarkeiten. Die Spanier kauften diese exotischen Güter auf und verschifften sie nach Mexiko. Transportmittel waren die berühmten Galeonen (regierungseigene, schwere Frachtensegler mit einer Wasserverdrängung bis zu 2000 Tonnen), die auf ihrem Heimweg von Acapulco mexikanische Silberdollars (schon bald die gängige Währung in den Häfen Ostasiens) mitbrachten. Auf seinem Höhepunkt erreichte der Manila-Acapulco-Handel den Wert des transatlantlschen Handels von Sevilla. Nach Protesten spanischer Städte (Sevilla, Cadiz u. a.), die ihre Handelsdomäne bedroht sahen, beschränkte der spanische Hof den philippinisch-mexikanischen Warenaustausch auf nur ein Schiff jährlich. Der überaus einträgliche Galeonenhandel brachte den daran beteiligten Spaniern in Manila Wohlstand und Macht, war aber auch der Grund dafür, daß sie die Binnenwirtschaft (vor allem die Landwirtschaft) ihrer Kolonie vernachlässigten. Mit sinkender Nachfrage nach asiatischer Ware in Mexiko trat der Manila-Acapulco-Handel zu Beginn des 19.Jahrhunderts in seine Endphase; die letzte Galeone befuhr im Jahr 1815 diesen gefährlichen, aber ergiebigen Handelsweg. Als es gegen Ende des 18. Jahrhunderts in ersten Ansätzen zu einer Liberalisierung des Welthandels im Sinne der Theorien des Franzosen Francols Quesnay und des Schotten Adam Smith kam, hoben die Spanier ihr Handelsmonopol für die Philippinen auf. Nach dem Ende des Galeonenhandels erhielten Schiffe unter fremder Flagge Zugang zu den philippinischen Häfen; ausländischen Gesellschaften (vor allem Amerikanern und Briten) wurde erlaubt, in philippinischen Städten Niederlassungen zu gründen. Ungewollt öffneten die spanischen Kolonialherren dadurch aber auch neuen politischen Theorien und liberalem Gedankengut Tür und Tor und leiteten damit gleichzeitig den Niedergang der eigenen Macht ein.

Der Kampf gegen die spanische Kolonialherrschaft
Während der drei Jahrhunderte spanischer Herrschaft gab es im Durchschnitt alle fünf Jahre einen Aufstand. Häufig wurden diese Erhebungen von Eingeborenenpriestern (Babaylan) organisiert (z. B. die ~Sumoroy-Rebellion< auf Samar, 1649-50). Die längste Revolte in der philippinischen Kolonialgeschichte, die 1744 auf der Insel Bohol begann, dauerte 85 Jahre; während dieser Zeit zogen sich 20 000 Boholanos unter Führung Francisco Dagohoys ins bergige Inselinnere zurück, gründeten lebensfähige Dorfgemeinschaften und behaupteten bis 1829 ihre Unabhängigkeit. Doch dies waren nur lokale Erhebungen, ausgelöst durch die Zwangsarbeit, Tributpflicht oder Übergriffe von Großgrundbesitzern. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als sich immer mehr Filipinos ihrer rassischen Diskriminierung und wirtschaftlichen Benachteiligung bewußt wurden, nahm der Nationalismus, dessen Kern der Befreiungsgedanke vom kolonialen Joch war, schärfere Konturen an. Überall im Lande entstanden antikoloniale Freiheitsbewegungen, die vor allem von einem liberal gesonnenen Mestizen-Bürgertum (etwa ab 1830 entstanden), einheimischen christlichen Priestern und bäuerlichen Sozialrevolutionären getragen wurden. Sprecher und Katalysatoren des allgemeinen Protests und Widerstands gegen die Spanier wurden die sogenannten Ilustrados. Diese Intellektuellen, meist Söhne philippinisch-spanischer oder philippinisch-chinesischer Grundbesitzer, waren während ihres Studiums in Europa mit dem Gedankengut der Französischen Revolution in Berührung gekommen und forderten nun in ihrem Heimatland Reformen, die sich aber durchaus noch in einem maßvollen Rahmen bewegten (etwa der Wunsch nach Aufhebung des Kolonial- zugunsten eines Provinzstatus der Philippinen).

Die spanische Revolution von 1868, die zum Sturz der autokratisch regierenden Königin Isabella der 2.. und zur Ausrufung der Republik führte, hatte eine Liberalisierung der Kolonialpolltik zur Folge. Mit der Restauration der Monarchie in Spanien (1870) setzte jedoch das tyrannische Regiment der weltlichen und kirchlichen Machthaber auf den Philippinen wieder ein, und damit flammten erneut Revolten auf, wie' jene von Cavite, die als der eigentliche Beginn des nationalen Unabhängigkeitskampfes bezeichnet werden kann. Am 20. Januar 1872 hatten 200 philippinische Soldaten im Arsenal von Cavite gegen ihre spanischen Vorgesetzten gemeutert; der Aufstand wurde niedergeschlagen, und es kam zu grausamen Repressalien: Die der aktiven Subversion beschuldigten philippinischen Geistlichen Jose' Burgos, Marlano Gomez und Jacinto Zamora wurden öffentlich mit der Garotte erwürgt. Nach dem Märtyrertod der drei Priester organisierten sich im Exil lebende Ilustrados unter Führung von Dr. Jose Rizal (1861-96), Marcelo H. del Pilar (1850-93) und Graciano Lopez Jaena (1856-96) zur "Propagandabewegung". In ihr schlossen sich die Theoretiker und geistigen Urheber der philippinischen Unabhängigkeitsbewegung zusammen, deren Ziel eine Abschaffung des Kolonialsysterns auf friedlichem Wege war; als wichtigstes Organ der Propagandistem erschien von 1889-95 in Barcelona die kritische Zeitung" La Solidaridad" Eine weitere wichtige Organisation der Exil-Filipinos war zu jener Zeit die Associacion Hispano-Filipina mit Sitz in Madrid. 1892 gründete Jose Rizal, aus dem Exil in Hongkong nach Manila zurückgekehrt, die gemäßigte, aber entschieden antiklerikale Liga Filipinia. Die Proteste Rizals und anderer kritischer Denker richteten sich in erster Linie gegen die rein theokratisch organisierte katholische Kirche und deren an der Konservierung feudaler Gesellschaftstrukturen orientierten Haltung. Die Spanier brachten den revolutionären Agitator, zum Schweigen, indem sie ihn nach Dapitan (Mindanao) verbannten. Noch im selben Jahr folgte auf die bürgerliche Reformbewegung der Compromisarios die Gründung des revolutionären Geheimbunds Katipunan (Kataastaasan Eagalanggalangang Katipunan ng mga Anak ng Bayan ="Hochangesehene und ehrenwerte Organisation der Söhne des Volkes") unter Andres Bonifacio (1863-97). Diese militante Bewegung, die sich überwiegend aus den unteren Gesellschaftsschichten rekrutierte, entfachte 1896 die Philippinische Revolution (übrigens die erste nationale Revolution in Asien). Nach Bonifacios Hochruf auf die Unabängigkeit der Philippinen am 19. August 1896 in den Hügeln von Balintawak ("Cry of Balintawak") brach der allgemeine Aufstand zunächst in den acht Tagalog-Provinzen Zentralluzons aus, verbreitete sich jedoch (nachdem sich die Filipinosoldaten der Kolonialregierung auf die Seite der Freiheitskämpfer gestellt hatten) rasch über das ganze Land. Trotz der schlechten Bewaffnung der Aufständischen, die teilweise mit Bolos ( Buschmesser) und Bambusspeeren kämpften, wurden die Spanier nicht Herr der Lage. Ihre Antwort auf die Rebellion war die Errichtung eines Terrorregiments: Tausende von Fillpinos wurden in die Gefängnisse geworfen, viele der Revolutionäre hingerichtet. Am 30. Dezember 1896 starb auch Jose Rizal, stets ein Verfechter der Gewaltlosigkeit, unter den Kugeln eines spanischen Exekutionskommandos, nachdem ein Gericht ihn des Aufruhrs für schuldig befunden hatte. Nach Auseinandersetzungen zwischen rivallsierenden Revolutionsgruppen, die zum Tode Andres Bonifacios führten, erwuchs der Philippinischen Revolution 1897 in General Emilio Aguinaldo (1869-1964) eine neue Führerpersönlichkeit. Im Dezember desselben Jahres unterzeichnete der spanische Generalgouverneur, der keine Möglichkeit für die militärische Unterwerfung der Aufständischen mehr sah, den Vertrag von Biak-na-Bato. In dem Abkommen verpflichtete sich die spanische Kolonialmacht, das Reformprogramm der Unabhängigkeitsbewegung (Ausweisung der Orden, erneute Repräsentation der Philippinen in der spanischen Cortes, rechtliche Gleichstellung der Filipinos mit den Spaniern, Garantie der Menschenrechte u. a.) zu erfüllen; Auflage war, daß sich Aguinaldo und andere Führer der Revolte außer Landes begaben.

Der Spanisch-Amerikanische Krieg
 Am 20. April 1898, einige Wochen, nachdem das amerikanische Kriegsschiff Maine unter geheimnisvollen Umständen im Hafen von Havanna (Kuba war damals ebenfalls spanische Kolonie) explodiert war, erklärte die Junge Großmacht USA dem königlichen Spanien den Krieg. Nur zehn Tage später zerstörte das amerikanische Pazifikgeschwader unter dem Kommando von Admiral George Dewey nach kurzem Gefecht die spanischen Kriegsschiffe in der Bucht von Manila und leitete damit eine fast vier Monate dauernde Blockade der Hauptstadt ein. General Aguinaldo verbündete sich mit den Amerikanern, von denen er als Gegenleistung die Zusicherung der Unabhängigkeit erhielt, und kontrollierte mit seinen Truppen bald das ganze Gebiet um Manila. Am 12. Juni 1898 proklamierte er in Kavit bei Manila die Unabhängigkeit der Philippinen. In der Zwischenzeit führten die Amerikaner mit den belagerten Spaniern Geheimverhandlungen und nahmen Manila am 18. August 1898 nach einem Scheingefecht ein. Der Grund für das ungewöhnliche Verhalten: Die Spanier wollten ihr Gesicht wahren und sich den weißen Amerikanern, aber nicht den braunen Aufständischen ergeben. Am Ende des spanisch-amerikanischen Konflikts stand der Friedensvertrag von Paris (10. Dezember 1898), in dem die absteigende Großmacht Spanien der aufsteigenden Weltmacht USA die Philippinen, Puerto Rico und Guam für eine Entschädlgungssumme von 20 Millionen US-$ überließ. Mit der Ratifizierung des Abkommens durch den amerikanischen Senat gingen die Philippinen in den direkten "Besitz" der Vereinigten Staaten über.

Die amerikanische Kolonialepoche
Als die Amerikaner im Sommer 1898 Manila attackierten, sahen die Filipinos in ihnen Bundesgenossen im Kampf gegen die verhaßte spanische Kolonialherrschaft. Die USA unterstützten die Philippinische Revolution jedoch nicht im Interesse der Freiheit, sondern mit dem Ziel, die spanische Seeherrschaft im Pazifik zu brechen. Wirtschaftlicher Expansionsdrang, Bedarf an billigen Rohstoffen und Interesse an einer strategisch günstigen Basis vor dem Kontinentalrand Asiens - das waren weitere Gründe für die im Vertrag von Paris verankerte Annexion der Philippinen. Doch die amerikanische Kolonisation der Inseln erwies sich als schwieriger als erwartet, denn Aguinaldo, der sich von den ehemaligen Verbündeten betrogen fühlte, begann nun einen Partisanenkrieg gegen sie. Am 23. Januar 1899 hatte der in Malolos bei Manila zusammengetretene Revolutionskongreß eine neue, am Vorbild junger, unabhängiger lateinamerikanischer Nationen orientierte Verfassung verkündet und Emilio Aguinaldo zum Präsidenten der Ersten Republik der Philippinen ernannt. Die Amerikaner erkannten weder den Präsidenten noch seine Regierung an. Nach dem Zwischenfall auf der San Juart-Brücke in Manila bei dem ein Filipino durch eine amerikanische Kugel den Tod fand, erklärte Aguinaldo den Amerikanern am 5. Februar 1899 den Krieg. Es war der erste Guerillakrieg in Asien; auf seinem Höhepunkt band er zwei Drittel der gesamten US-Streitkräft auf den Philippinen (126 000 Mann) und nahm an Brutalität den Vietnamkrieg vorweg. Nach zwei Jahren erbitterten Kampfes gab sich Aguinaldo geschlagen und legte den Treueeid auf das Sternenbanner ab. Widerstandsgruppen der Katipunan Bewegung kämpften vereinzelt jedoch noch bis 1911. Bilanz des philippinisch-amerikanischen Kriegs: Rund 4200 gefallene US-Soldaten, über 16 000 getötet Filipino-Guerillas und etwa 200 000 Tode Opfer unter der philippinischen Zivilbevölkerung. So erbarmungslos die Amerikaner das Land unterworfen hatten, so planmäßig gingen sie danach an seine Zivilisierung. Sie errichteten eine funktionierende Infr struktur, schufen ein modernes Verwaltungssystem und bauten Schulen und Krankenhäuser. Es begann die beinahe fünf Jahrzehnte dauernde Periode der"Coca-Kolonisierung", während der Amerikaner den Philippinen all das brachten, was sie unter Kultur verstanden. Kein anderes Land, Guam ausgenommen, habe die Amerikaner so lange und so nachdrücklich nach ihren Vorstellungen und Idealen prägen können wie ihre fernöstliche Kolonie. Dabei wurden die Philippinen unter allen asiatischen Kolonialstaaten des 20. Jahrhunderts zweifellos am liberalsten verwaltet. Philippinische Historiker sprechen von einer "noblen Kolonialpolitik", die von allen während der US-Herrschaft über den Archipel amtierenden Präsidenten, von McKinley bis Franklin D. Roosevelt, sowie von allen amerikanischen Zivilgouverneuren, von Taft bis Murphy, praktiziert wurde. Die von Präsident McKinley eingesetzte amerikanische Philippinenkommission entwarf ein politisches System, für das der staatliche Aufbau in den USA als Muster diente. 1907 wurde eine gesetzgebende Versammlung eingeführt, die zwar nur sehr begrenzte Befugnisse besaß, in der aber die von Manuel L. Quezon und Sergio Osmena gegründete Nationalistische Partei bereits vertreten war. 1916 versprach das von Präsident Wilson unterzeichnete Jones-Gesetz den Philippinen die Unabhängigkeit, sobald eine stabile Regierung errichtet werden kann, und erweiterte überdies das Parlament. Die legislative Gewalt übten nun ein Senat und eine Abgeordnetenkammer aus, deren Mitglieder in der Mehrzahl gewählt wurden. Die Verabschiedung des Tydings-McDuffie-Gesetzes legte 1934 die Grundlage für die Schaffung einer Commonwealth-Regierung, die das Land in einer Übergangsperiode von zehn Jahren in die Unabhängigkeit führen sollte. Erster Präsident des am 15. November 1935 ausgerufenen Commonwealth of the Philippines war Manuel L. Quezon (1878-1944), Vizepräsident Sergio Osmena. Die Philippinen verfügten zu dieser Zeit über eine weitgehende innere Autonomie, allerdings mußten die vom philippinischen Parlament verabschiedeten Gesetze weiterhin von der amerikanischen Regierung und dem Senat gebilligt werden.

Der Zweite Weltkrieg und die japanische Besetzung

Mit dem Überraschungsangriff japanischer Tiefflieger auf Pearl Harbor, den amerikanischen Marinehafen auf der Hawaii-Insel Oahu, brach am 7. Dezember 1941 der Pazifikkrieg aus. in einer Zangenbewegung landeten einen Tag später Truppen der kaiserlich-japanischen Armee auf Mindanao und Nordluzon. Außerstande, die Offensive der Invasoren aufzuhalten, mußten sich die Einheiten der von US-General Douglas MacArthur aufgebauten philippinisch-amerikanischen Streitkräfte (United States Armed Forces in the Far East USAFFE) auf die Festungsinsel Corregidor in der Manila-Bucht und in die Bergdschungel der Bataan-Halbinsel zurückziehen. Der Eroberung Manilas am 2. Januar 1942 folgte der japanische Angriff auf die beiden letzten Bastionen der Alliierten. Nach hohen Verlusten auf Bataan und nachdem Präsident Quezon und General MacArthur nach Australien geflohen waren, streckten die philippinisch-amerikanischen Truppen die Waffen. Ihre Kapitulation am 9. April 1942 (Fall von Bataan) leitete eines der dunkelsten Kapitel in der philippinischen Geschichte ein - den Todesmarsch von Bataart Rund 76 000 alliierte Kriegsgefangene mußten den über 100 km langen Weg in die Japanischen Konzentrationslager von Capas in der Provinz Tarlac antreten; nur 56 000 erreichten ihr Ziel, weitere 24 000 starben in den Lagern.
Die japanische Propaganda hatte während der Invasion noch die rassische und kulturelle Einheit der Völker Asiens beschworen und den Filipinos die Befreiung von der amerikanischen Kolonialherrschaft versprochen. Während ihrer dreijährigen Besatzungszeit errichteten sie jedoch ein Regime des Schreckens und machten sich durch Akte der Willkür und Grausamkeit verhaßt; vor allem der Name des Generals Yamashita (Oberbefehlshaber der japanischen Streitkräfte auf den Philippinen) wurde zu einem Synonym für Greueltaten. Im Oktober 1943 installierten die Okkupanten eine Marionettenregierung unter Präsident Jose Laurel. Zwar kollaborierte eine Anzahl hoher Beamter und Großgrundbesitzer mit der Besatzungsmacht, doch unterstützte die überwiegende Mehrheit der Filipinos die antijapanische Widerstandsarmee Hukbalahap (Hukbong bayaniabansa Hapon; kurz Huk Volkskämpfer gegen Japan).
Im Verlauf einer erfolgreichen Gegenoffensive, der heftige Luftangriffe auf japanische Militärstützpunkte vorausgegangen waren, konnte General Douglas MacArthur sein Versprechen - "I shall return!" - einlösen: Am 20. Oktober 1944 ging er in Begleitung der philippinischen Exilregierung am Red Beach bei Tacloban (Leyte) an Land. Im Januar 1945 erreichten die amerikanischen Einheiten Luzon; Manila wurde bei der Rückeroberung im Februar fast völlig zerstört.

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